Meditation ist auf dem Weg zur spirituellen Entwicklung und der Bewusstwerdung ein unentbehrlicher Helfer. Meditation kann helfen, die Trennschicht zwischen den Bewusstseinsebenen zu „reinigen“ und durchlässiger zu machen. Es ist ein Sprung in das Unbewusste und in die Tiefen unserer Persönlichkeit und somit weitaus mehr als eine reine Entspannungsübung.
Immer mehr Menschen sind auf dem bewussten Weg zur spirituellen Entwicklung und möchten diese Hilfe nutzen und selber meditieren (lernen). Oft höre ich jedoch Sätze wie diese: „Ich kann das nicht, ich habe viel zu viele Gedanken im Kopf“ oder „ Ich kann mich nicht konzentrieren und das klappt nicht“.
Für die vielen Menschen, die diese Probleme haben, hier nun eine „Vorübung“ in vier Teilen, um erst einmal zu lernen, seine eigenen Gedanken unter Kontrolle zu bekommen. Wenn Du diese Übungen konsequent umsetzt und mit Hingabe dabeibleibst, wirst Du die Erfahrung machen, dass Du nicht nur plötzlich meditieren kannst, sondern Du obendrein viel besser in der Lage bist, Gedanken, Ideen und Vorstellungen ohne Mühe zu Ende zu denken. Für viele eine vollkommen neue Erfahrung.
Die 1. Übung
Setze oder lege Dich bequem hin und entspanne Deinen ganzen Körper. Schließe Deine Augen und beobachte einfach ganz bewusst fünf Minuten Deine Gedanken; so, als würdest Du als Beobachter still dabeistehen.
Anfangs wirst Du feststellen, dass ganz viele Gedanken auf Dich einstürmen; Gedanken über Deinen Beruf, über Deine Sorgen, über den vergangenen Tag oder über alltägliche Dinge. Wichtig ist, die Gedanken aufmerksam zu verfolgen und Dich nicht zu vergessen. Je nachdem, in welcher Gemütsverfassung Du Dich befindest, wird Dir diese Übung leichter oder schwerer fallen. Wenn Du müde wirst, breche die Übung ab und mache Sie ein anderes Mal. Auf keinen Fall solltest Du dabei einschlafen.
Diese Übung machst Du Morgens und Abends und jeden Tag eine Minute länger, so dass Du innerhalb von einer Woche in der Lage bist, Deine Gedanken zehn Minuten lang zu beobachten und zu beeinflussen, ohne davon abzuschweifen. Wenn Du magst, kannst Du auch alle zwei Tage um eine Minute erhöhen. Wichtig ist, diese kleine Übung restlos zu beherrschen, sonst wirst Du die weiteren Übungen nicht meistern können.
Die 2. Übung
Du hast jetzt schon gelernt, Deine Gedanken zu kontrollieren. Jetzt wollen wir als nächsten Schritt lernen, Gedanken auszuschließen. Wenn Du Deinen Beruf ausübst, ist es z.B. wichtig, dass Du alle Gedanken dem Beruf zuwendest und alles, was nicht dort hingehört, ausschaltest. Umgekehrt hilft Dir diese Fähigkeit in Deinem Privatleben, alle Gedanken an den Beruf loszulassen und Du wirst nach Feierabend sofort ein anderer Mensch und „voll“ da sein.
Dieses solltest Du so lange üben, bis es zur Gewohnheit geworden ist und es dann Dein ganzes Leben beibehalten. Diese 2. Übung läuft sozusagen „nebenher“ mit und wird Dein Leben dauerhaft bereichern.
Die 3. Übung
Du bist jetzt schon ganz schön weit fortgeschritten in der Kontrolle Deiner Gedanken; allerdings reicht das noch nicht, um wirklich in die Tiefe führende Meditationen zu erleben.
In dieser Übung lernst Du, einen einzigen Gedanken oder Idee eine längere Zeit festzuhalten und andere Gedanken, die sich versuchen aufzudrängen, standhaft und konsequent auszuschließen. An welchem Gedanken Du „dranbleibst“ ist letztendlich egal, wähle vorher etwas aus oder halte fest, was gerade kommt. Halte diese Vorstellung dann allerdings mit aller Kraft fest.
Auch diese Übung machst Du zunächst fünf Minuten, jeweils Morgens und Abends. Zunächst wirst Du es wahrscheinlich nur einige Sekunden schaffen; klappt es fünf Minuten lang, machst Du es am nächsten Tag sechs Minuten und dann sieben Minuten, bis Du in der Lage bist, einen Gedanken, eine Vorstellung oder eine Idee zehn Minuten lang festzuhalten und andere Gedanken zurückzuweisen.
Die 4. Übung
Hast Du in der dritten Übung Erfolg, bist Du bereit für die letzte Übung.
Setze oder lege Dich wieder bequem hin, entspanne Deinen Körper und schließe die Augen. Jetzt geht es darum, jeden aufkommenden Gedanken sofort energisch abzuweisen. Nichts als absolute Leere soll in Deinem Geist herrschen. Diesen Zustand des bewussten Leere hältst Du fest, ohne Dich zu vergessen oder abzuschweifen. Auch hier wird Dir das zunächst nur einige Sekunden gelingen, aber mit jeder Übung wirst Du besser. Auch in dieser Übung solltest Du zunächst fünf Minuten erreichen und dann die Zeit jeden Tag steigern, bis Du zehn Minuten in der Lage bist, die Leere in Deinem Geist aufrecht zu erhalten.
Herzlichen Glückwunsch, wenn Du bis hierher durchgehalten hast! In wenigen Wochen hast Du durch die Meditation gelernt, Deine Gedanken zu lenken und den Geist von unerwünschten Gedanken frei zu halten. Weiterhin bist Du jetzt in der Lage, Deine willkommenen Gedanken mit Leichtigkeit zu Ende zu denken. Jetzt bist Du bereit für ein vollkommen neues und intensives Meditationserlebnis.
Vielleicht hast Du Lust, Deine Erfahrungen mit den kleinen Übungen mit mir zu teilen?

